Facebook PixelZum Inhalt springen

Arbeitszeugnis erstellen: Anleitung, Aufbau & Muster

Schritt-für-Schritt-Anleitung für ein professionelles und rechtssicheres Arbeitszeugnis.

Ein Arbeitszeugnis zu erstellen gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Personalwesen. Das Dokument muss gleichzeitig wohlwollend und wahrheitsgemäß sein, rechtlichen Anforderungen genügen und die tatsächlichen Leistungen des Mitarbeiters korrekt widerspiegeln. Ob Sie als Arbeitgeber ein Zeugnis für einen scheidenden Mitarbeiter verfassen oder als Arbeitnehmer einen eigenen Entwurf erstellen möchten: Dieser umfassende Leitfaden zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein professionelles Arbeitszeugnis erstellen, das allen Anforderungen gerecht wird.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Bestandteile ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zwingend enthalten muss, wie Sie die richtige Zeugnissprache verwenden und welche typischen Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten. Mit konkreten Formulierungsbeispielen und praktischen Tipps gelingt Ihnen die Erstellung eines rechtssicheren Zeugnisses.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis besteht aus sechs Pflichtbestandteilen: Einleitung, Unternehmensbeschreibung, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbeurteilung und Schlussformel.

  • Die Zeugnissprache folgt einem standardisierten Notensystem, bei dem Formulierungen wie "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" der Note sehr gut entsprechen.

  • Arbeitnehmer können einen eigenen Zeugnisentwurf erstellen und dem Arbeitgeber vorlegen, was in der Praxis häufig akzeptiert wird.

  • Die Schlussformel ist besonders wichtig: Ein fehlendes Bedauern oder fehlende Zukunftswünsche können als negative Bewertung interpretiert werden.

  • Mit einem Zeugnisgenerator wie dem von ProofDocs.de erstellen Sie ein rechtssicheres Arbeitszeugnis in wenigen Minuten.

Arbeitszeugnis-Services

Arbeitszeugnis analysieren, verbessern oder neu erstellen lassen.

Arbeitszeugnisse enthalten versteckte Codes und Bewertungen, die Personaler sofort erkennen – Sie aber nicht. Unsere KI entschlüsselt diese Geheimsprache, bewertet jeden einzelnen Satz und zeigt Ihnen konkret, wie Ihr Zeugnis wirklich klingt. Zusätzlich erhalten Sie optimierte Formulierungen oder erstellen direkt ein komplett neues, professionelles Zeugnis.

  • Analyse: Versteckte Bedeutungen und Bewertungen erkennen.

  • Verbesserung: Optimierte Formulierungen für bessere Noten.

  • Erstellung: Neues, professionelles Arbeitszeugnis generieren.

  • Für Arbeitszeugnisse, Zwischenzeugnisse und Praktikumszeugnisse.

100% Geld-zurück-Garantie Einmalzahlung, keine Folgekosten
Demo: Arbeitszeugnisanalyse – Zeugnis hochladen, Analyse starten, Ergebnis erhalten

Rechtliche Grundlagen: Anspruch auf ein Arbeitszeugnis

Bevor Sie ein Arbeitszeugnis erstellen, sollten Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis ist in § 109 der Gewerbeordnung (GewO) verankert. Jeder Arbeitnehmer hat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses das Recht auf ein schriftliches Arbeitszeugnis. Dabei kann zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Arbeitszeugnis gewählt werden.

Das Arbeitszeugnis muss zwei wesentliche Grundsätze erfüllen: Es muss wahrheitsgemäß sein und gleichzeitig wohlwollend formuliert werden, um das berufliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht zu behindern. Diese scheinbar gegensätzlichen Anforderungen führen zur Entwicklung der sogenannten Zeugnissprache, die positive Formulierungen verwendet, um unterschiedliche Bewertungsstufen auszudrücken.

Einfaches vs. qualifiziertes Arbeitszeugnis

Das einfache Arbeitszeugnis enthält lediglich Angaben zur Person, zur Art und Dauer der Beschäftigung sowie zu den ausgeübten Tätigkeiten. Es enthält keine Bewertung der Leistung oder des Verhaltens. Das qualifizierte Arbeitszeugnis geht deutlich darüber hinaus und umfasst zusätzlich eine umfassende Beurteilung der Leistungen, der Fachkenntnisse und des Sozialverhaltens. In der Praxis wird fast ausschließlich das qualifizierte Arbeitszeugnis angefordert, da es für zukünftige Arbeitgeber wesentlich aussagekräftiger ist.

Formale Anforderungen an das Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis muss bestimmten formalen Kriterien entsprechen, damit es rechtlich Bestand hat. Das Dokument muss schriftlich auf dem offiziellen Geschäftspapier des Unternehmens erstellt werden. Eine elektronische Übermittlung per E-Mail ist nicht ausreichend. Die Unterschrift muss handschriftlich erfolgen und von einer Person geleistet werden, die ranghöher ist als der beurteilte Mitarbeiter. Das Ausstellungsdatum sollte mit dem letzten Arbeitstag übereinstimmen oder zeitnah danach liegen.

Das Zeugnis muss frei von Rechtschreibfehlern, Flecken oder anderen äußeren Mängeln sein, da diese als versteckte negative Botschaften interpretiert werden könnten. Auch Knicke im Papier können problematisch sein, weshalb das Zeugnis in einem geeigneten Umschlag versandt werden sollte.

Der Aufbau eines qualifizierten Arbeitszeugnisses

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis zu erstellen erfordert die Einhaltung einer klaren Struktur. Die folgenden sechs Bestandteile sind Pflicht und sollten in genau dieser Reihenfolge erscheinen. Jede Abweichung von dieser Struktur kann als negatives Signal gewertet werden.

1. Einleitung mit persönlichen Daten

Die Einleitung enthält alle wesentlichen Informationen zur Identifikation des Arbeitnehmers und zum Beschäftigungsverhältnis. Dazu gehören der vollständige Name, das Geburtsdatum, der Beginn und das Ende des Arbeitsverhältnisses sowie die Bezeichnung der Position. Die Einleitung sollte sachlich und präzise formuliert sein.

Ein Beispiel für eine gelungene Einleitung: "Herr Max Mustermann, geboren am 15. März 1985, war vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2024 als Projektmanager in unserem Unternehmen tätig." Bei mehreren Positionen während der Beschäftigungszeit sollten alle Stationen mit den jeweiligen Zeiträumen aufgeführt werden.

2. Unternehmensbeschreibung

Eine kurze Beschreibung des Unternehmens hilft dem Leser, den beruflichen Kontext des Mitarbeiters einzuordnen. Relevante Informationen sind die Branche, die Unternehmensgröße, die wichtigsten Produkte oder Dienstleistungen sowie gegebenenfalls die Marktposition. Diese Angaben sollten auf zwei bis drei Sätze beschränkt bleiben und den Fokus auf für die Position relevante Aspekte legen.

Ein Beispiel: "Die Muster GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen mit 250 Mitarbeitern, das seit über 30 Jahren auf die Entwicklung und den Vertrieb von Softwarelösungen für den Finanzsektor spezialisiert ist. Als einer der führenden Anbieter in der DACH-Region betreuen wir mehr als 500 Kunden aus dem Bankenwesen."

3. Tätigkeitsbeschreibung

Die Tätigkeitsbeschreibung ist einer der wichtigsten Abschnitte, wenn Sie ein Arbeitszeugnis erstellen. Sie sollte alle wesentlichen Aufgaben und Verantwortungsbereiche des Mitarbeiters umfassend darstellen. Die Auflistung erfolgt üblicherweise in absteigender Reihenfolge nach Wichtigkeit, wobei die bedeutendsten und anspruchsvollsten Tätigkeiten zuerst genannt werden.

Die Beschreibung sollte konkret und aussagekräftig sein. Vermeiden Sie allgemeine Floskeln und nennen Sie stattdessen spezifische Projekte, Verantwortungsbereiche und erreichte Ziele. Bei Führungskräften gehören auch Angaben zur Anzahl der geführten Mitarbeiter und zum verwalteten Budget in die Tätigkeitsbeschreibung.

Ein Beispiel für eine gelungene Tätigkeitsbeschreibung in Listenform:

  • Leitung und Koordination von IT-Projekten mit Budgets bis zu 500.000 Euro

  • Fachliche und disziplinarische Führung eines Teams von acht Mitarbeitern

  • Entwicklung und Implementierung von Prozessoptimierungen

  • Stakeholder-Management und Berichterstattung an die Geschäftsführung

  • Qualitätssicherung und Risikomanagement über den gesamten Projektzyklus

4. Leistungsbeurteilung

Die Leistungsbeurteilung bewertet die Arbeitsqualität, die Arbeitsweise, die Fachkenntnisse und die erzielten Erfolge des Mitarbeiters. Dieser Abschnitt verwendet die standardisierte Zeugnissprache, die bestimmten Notenstufen entspricht. Die Beurteilung sollte verschiedene Aspekte der Leistung abdecken und mit einer zusammenfassenden Gesamtbewertung abschließen.

Typische Bewertungsbereiche in der Leistungsbeurteilung sind: Arbeitsbereitschaft und Motivation, Arbeitsbefähigung und Fachwissen, Arbeitsweise und Sorgfalt, Arbeitserfolg und Zielerreichung sowie besondere Erfolge und Leistungen. Jeder Bereich sollte mit positiven, der gewünschten Note entsprechenden Formulierungen beschrieben werden.

Ein Beispiel für eine sehr gute Leistungsbeurteilung: "Herr Mustermann verfügt über ein hervorragendes Fachwissen, das er stets gewinnbringend einsetzte. Er arbeitete äußerst selbstständig, strukturiert und zielorientiert. Auch bei hohem Arbeitsaufkommen behielt er stets den Überblick und setzte die richtigen Prioritäten. Seine Arbeitsergebnisse waren stets von höchster Qualität. Die ihm übertragenen Aufgaben erledigte er stets zu unserer vollsten Zufriedenheit."

5. Verhaltensbeurteilung

Die Verhaltensbeurteilung beschreibt das Sozialverhalten des Mitarbeiters gegenüber verschiedenen Personengruppen. Die Reihenfolge der Nennung ist dabei von entscheidender Bedeutung: Zuerst werden Vorgesetzte genannt, dann Kollegen und schließlich Kunden oder externe Geschäftspartner. Eine abweichende Reihenfolge kann als versteckter Hinweis auf Probleme im Umgang mit Vorgesetzten gewertet werden.

Ein Beispiel für eine sehr gute Verhaltensbeurteilung: "Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets vorbildlich. Er war aufgrund seiner freundlichen und hilfsbereiten Art bei allen sehr geschätzt. In Teamprojekten trug er maßgeblich zu einer konstruktiven und motivierenden Arbeitsatmosphäre bei."

6. Schlussformel

Die Schlussformel ist der krönende Abschluss des Arbeitszeugnisses und enthält wichtige Signale über die Gesamtbewertung. Eine vollständige Schlussformel besteht aus drei Elementen: dem Bedauern über das Ausscheiden, dem Dank für die geleistete Arbeit und den Zukunftswünschen. Fehlt eines dieser Elemente, kann dies als negative Bewertung interpretiert werden.

Ein Beispiel für eine sehr gute Schlussformel: "Herr Mustermann verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch, was wir sehr bedauern. Wir danken ihm herzlich für die stets hervorragende Zusammenarbeit und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg."

Der Grund für das Ausscheiden sollte nur genannt werden, wenn er den Mitarbeiter positiv darstellt, beispielsweise "auf eigenen Wunsch" oder "zum Zweck der beruflichen Weiterentwicklung". Formulierungen wie "im gegenseitigen Einvernehmen" können auf Konflikte hindeuten und sollten vermieden werden.

Die Zeugnissprache verstehen und anwenden

Wenn Sie ein Arbeitszeugnis erstellen, müssen Sie die standardisierte Zeugnissprache beherrschen. Da direkte Kritik im Arbeitszeugnis verboten ist, hat sich ein System positiver Formulierungen entwickelt, die unterschiedliche Bewertungsstufen ausdrücken. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Bewertungsformeln und ihre Entsprechung in Schulnoten.

Das Notensystem in der Zeugnissprache

Die Gesamtbewertung der Leistung wird durch spezifische Standardformulierungen ausgedrückt, die jeder Personalverantwortliche kennt:

  • Note 1 (sehr gut): "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" oder "stets zur vollsten Zufriedenheit"

  • Note 2 (gut): "zu unserer vollsten Zufriedenheit" oder "stets zu unserer vollen Zufriedenheit"

  • Note 3 (befriedigend): "zu unserer vollen Zufriedenheit" oder "stets zu unserer Zufriedenheit"

  • Note 4 (ausreichend): "zu unserer Zufriedenheit"

  • Note 5 (mangelhaft): "im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit"

  • Note 6 (ungenügend): "hat sich bemüht" oder "war stets bemüht"

Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal zwischen den Noten sind die Wörter "stets", "vollste", "volle" und deren Kombinationen. Achten Sie beim Erstellen eines Arbeitszeugnisses genau auf diese Nuancen, da bereits ein fehlendes Wort die Bewertung um eine Notenstufe verschlechtern kann.

Formulierungen für einzelne Bewertungsbereiche

Neben der Gesamtbewertung müssen auch die einzelnen Leistungsbereiche mit passenden Formulierungen bewertet werden. Für die Arbeitsbereitschaft eignen sich bei einer sehr guten Bewertung Formulierungen wie "zeigte stets überdurchschnittliches Engagement" oder "brachte sich mit größtem Einsatz ein". Für die Fachkenntnisse sind Formulierungen wie "verfügt über hervorragendes Fachwissen" oder "setzt sein umfassendes Wissen stets gewinnbringend ein" passend.

Bei der Beschreibung der Arbeitsweise können Sie Formulierungen wie "arbeitete stets äußerst strukturiert und zielorientiert" oder "zeichnete sich durch höchste Sorgfalt und Genauigkeit aus" verwenden. Für den Arbeitserfolg bieten sich Formulierungen wie "erzielte stets herausragende Arbeitsergebnisse" oder "übertraf die gesteckten Ziele regelmäßig" an.

Versteckte negative Formulierungen erkennen

Beim Arbeitszeugnis erstellen sollten Sie versteckte negative Formulierungen unbedingt vermeiden. Diese sogenannten Geheimcodes sind scheinbar positive Aussagen, die von Personalern als negative Bewertung verstanden werden. Beispiele für solche Formulierungen sind:

  • "war stets bemüht" = hat die Anforderungen nicht erfüllt

  • "hat sich im Rahmen seiner Möglichkeiten eingesetzt" = begrenzte Fähigkeiten

  • "war gesellig und fand schnell Anschluss" = Hinweis auf Alkoholprobleme

  • "war bei den Kollegen beliebt" = ohne Erwähnung der Vorgesetzten ein negatives Signal

  • "erledigte alle Aufgaben ordnungsgemäß" = keine herausragenden Leistungen

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Arbeitszeugnis erstellen

Mit der folgenden Anleitung können Sie systematisch ein professionelles Arbeitszeugnis erstellen. Gehen Sie jeden Schritt sorgfältig durch und achten Sie auf die korrekte Reihenfolge und Formulierung aller Bestandteile.

Schritt 1: Informationen sammeln

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollten Sie alle notwendigen Informationen zusammentragen. Dazu gehören die vollständigen Personaldaten des Mitarbeiters, der genaue Beschäftigungszeitraum mit allen Positionswechseln, eine detaillierte Aufstellung aller Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche sowie dokumentierte Erfolge und besondere Leistungen. Bei der Leistungsbeurteilung können Jahresgespräche, Zielvereinbarungen und Projektauswertungen als Grundlage dienen.

Schritt 2: Zeugnisart und Bewertungsnote festlegen

Entscheiden Sie, ob ein einfaches oder qualifiziertes Arbeitszeugnis erstellt werden soll. In den meisten Fällen wird ein qualifiziertes Zeugnis angefordert. Legen Sie außerdem die Gesamtnote fest, die der Mitarbeiter erhalten soll. Diese Note bestimmt die Wahl aller Formulierungen im gesamten Zeugnis. Es ist wichtig, dass alle Bewertungsbereiche konsistent zur Gesamtnote formuliert werden.

Schritt 3: Struktur aufbauen

Erstellen Sie zunächst das Grundgerüst des Zeugnisses mit allen sechs Pflichtbestandteilen: Einleitung, Unternehmensbeschreibung, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbeurteilung und Schlussformel. Achten Sie auf die korrekte Reihenfolge und planen Sie für jeden Abschnitt ausreichend Platz ein.

Schritt 4: Formulierungen einsetzen

Füllen Sie jeden Abschnitt mit den passenden Formulierungen entsprechend der festgelegten Gesamtnote. Verwenden Sie die Standardformulierungen der Zeugnissprache und achten Sie darauf, dass alle Bewertungsbereiche auf dem gleichen Niveau formuliert sind. Ein Zeugnis mit widersprüchlichen Bewertungen wirkt unprofessionell und kann rechtliche Probleme verursachen.

Schritt 5: Qualitätskontrolle durchführen

Überprüfen Sie das fertige Zeugnis sorgfältig auf folgende Punkte: Sind alle Pflichtbestandteile vorhanden? Stimmen die Personaldaten und Datumsangaben? Sind alle Formulierungen konsistent zur Gesamtnote? Enthält das Zeugnis unbeabsichtigte negative Signale? Ist die Rechtschreibung und Grammatik korrekt? Entspricht die Länge den Erwartungen (in der Regel eine bis zwei Seiten)?

Schritt 6: Formale Fertigstellung

Drucken Sie das Zeugnis auf dem offiziellen Geschäftspapier des Unternehmens aus. Die Unterschrift muss handschriftlich von einer Person erfolgen, die ranghöher ist als der beurteilte Mitarbeiter. Das Ausstellungsdatum sollte dem letzten Arbeitstag entsprechen oder zeitnah danach liegen. Versenden Sie das Zeugnis in einem geeigneten Umschlag ohne Knicke.

Arbeitszeugnis als Arbeitnehmer selbst erstellen

In der Praxis kommt es häufig vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern anbieten, selbst einen Zeugnisentwurf zu erstellen. Dies kann verschiedene Gründe haben: Der Arbeitgeber hat nicht die Zeit oder das Fachwissen für die Zeugniserstellung, oder er möchte sicherstellen, dass der Mitarbeiter mit dem Zeugnis zufrieden ist. Für Arbeitnehmer bietet dies die Chance, aktiv Einfluss auf den Inhalt ihres Zeugnisses zu nehmen.

Vorteile des Selbsterstellens

Wenn Sie als Arbeitnehmer Ihr Arbeitszeugnis selbst erstellen, haben Sie die Kontrolle über die Formulierungen und können sicherstellen, dass alle wichtigen Tätigkeiten und Erfolge erwähnt werden. Sie können die Bewertungsnote selbst wählen und die Zeugnissprache gezielt zu Ihrem Vorteil einsetzen. Zudem vermeiden Sie das Risiko, dass der Arbeitgeber aus Unkenntnis negative Formulierungen verwendet.

Worauf Sie achten sollten

Bei der Selbsterstellung sollten Sie realistisch bleiben. Ein Zeugnis mit ausschließlich Bestnoten in allen Bereichen kann unglaubwürdig wirken. Orientieren Sie sich an Ihrer tatsächlichen Leistung und wählen Sie Formulierungen, die der Arbeitgeber plausibel unterschreiben kann. Achten Sie außerdem darauf, alle formalen Anforderungen zu erfüllen und keine versteckten negativen Formulierungen versehentlich zu verwenden.

Eine professionelle Alternative zur vollständigen Selbsterstellung ist die Nutzung eines Zeugnisgenerators. Bei ProofDocs.de können Sie durch die Eingabe Ihrer Daten ein individuelles, rechtssicheres Arbeitszeugnis erstellen lassen, das alle formalen und inhaltlichen Anforderungen erfüllt.

Typische Fehler beim Arbeitszeugnis erstellen vermeiden

Studien zeigen, dass ein Großteil aller Arbeitszeugnisse Fehler enthält. Um rechtliche Probleme und Nachbesserungsansprüche zu vermeiden, sollten Sie die häufigsten Fehlerquellen kennen und aktiv vermeiden.

Inhaltliche Fehler

Zu den häufigsten inhaltlichen Fehlern gehören eine unvollständige oder unspezifische Tätigkeitsbeschreibung, widersprüchliche Bewertungen in verschiedenen Abschnitten, die Verwendung versteckter negativer Formulierungen aus Unkenntnis sowie eine falsche Reihenfolge bei der Verhaltensbeurteilung. Besonders kritisch ist auch das Fehlen der vollständigen Schlussformel mit allen drei Elementen.

Formale Fehler

Formale Fehler können ebenso problematisch sein: falsches oder fehlendes Ausstellungsdatum, Verwendung von nicht offiziellem Briefpapier, fehlende oder unleserliche Unterschrift, Rechtschreibfehler oder Tippfehler sowie ein unsauberer Ausdruck mit Flecken oder Knicken. Diese Mängel können vom Arbeitnehmer beanstandet werden und zur Neuausstellung des Zeugnisses führen.

Unpassende Zeugnislänge

Auch die Länge des Zeugnisses kann ein Problem darstellen. Ein zu kurzes Zeugnis kann als mangelnde Wertschätzung interpretiert werden, während ein übermäßig langes Zeugnis unübersichtlich wirkt und wichtige Informationen verwässert. Als Faustregel gilt: Eine Seite für Beschäftigungen bis zu zwei Jahren, bis zu zwei Seiten für längere Beschäftigungsverhältnisse. Bei Führungspositionen oder sehr vielfältigen Tätigkeitsbereichen können auch zwei volle Seiten angemessen sein.

Tools und Services für die Zeugniserstellung

Die Erstellung eines rechtssicheren Arbeitszeugnisses erfordert Fachwissen über Zeugnissprache und formale Anforderungen. Verschiedene Tools und Services können diesen Prozess erheblich erleichtern.

Zeugnisgeneratoren

Ein Zeugnisgenerator führt Sie durch die Erstellung und generiert basierend auf Ihren Eingaben ein professionelles Zeugnis mit korrekter Zeugnissprache. Bei ProofDocs.de können Sie durch die Eingabe von Personaldaten, Tätigkeitsbeschreibungen und gewünschter Bewertungsnote ein individuelles Arbeitszeugnis erstellen, das alle rechtlichen Anforderungen erfüllt. Der Prozess dauert nur wenige Minuten und das Ergebnis kann sofort heruntergeladen werden.

Arbeitszeugnisanalyse

Wenn Sie bereits ein Zeugnis erhalten haben und dessen Qualität überprüfen möchten, bietet ProofDocs.de auch einen Arbeitszeugnisanalyse-Service an. Das hochgeladene Zeugnis wird analysiert, jeder Satz bewertet und eine Gesamtnote ermittelt. So erkennen Sie versteckte negative Formulierungen und können gegebenenfalls eine Nachbesserung verlangen.

Zeugnisverbesserung

Bei einem unbefriedigenden Zeugnis können Sie den Verbesserungsservice nutzen. Dieser identifiziert problematische Formulierungen und schlägt bessere Alternativen vor, die Sie Ihrem Arbeitgeber als Änderungswünsche vorlegen können.

Arbeitszeugnis-Services

Arbeitszeugnis analysieren, verbessern oder neu erstellen lassen.

Arbeitszeugnisse enthalten versteckte Codes und Bewertungen, die Personaler sofort erkennen – Sie aber nicht. Unsere KI entschlüsselt diese Geheimsprache, bewertet jeden einzelnen Satz und zeigt Ihnen konkret, wie Ihr Zeugnis wirklich klingt. Zusätzlich erhalten Sie optimierte Formulierungen oder erstellen direkt ein komplett neues, professionelles Zeugnis.

  • Analyse: Versteckte Bedeutungen und Bewertungen erkennen.

  • Verbesserung: Optimierte Formulierungen für bessere Noten.

  • Erstellung: Neues, professionelles Arbeitszeugnis generieren.

  • Für Arbeitszeugnisse, Zwischenzeugnisse und Praktikumszeugnisse.

100% Geld-zurück-Garantie Einmalzahlung, keine Folgekosten
Demo: Arbeitszeugnisanalyse – Zeugnis hochladen, Analyse starten, Ergebnis erhalten

Muster und Vorlagen für Arbeitszeugnisse

Muster und Vorlagen können als Orientierung beim Arbeitszeugnis erstellen dienen. Sie zeigen den korrekten Aufbau und liefern Formulierungsbeispiele für verschiedene Bewertungsstufen. Bei der Verwendung von Vorlagen ist jedoch Vorsicht geboten: Ein Zeugnis, das erkennbar aus einer Standardvorlage stammt, wirkt wenig wertschätzend. Daher sollten Sie Vorlagen immer individuell anpassen und auf die spezifische Situation des Mitarbeiters zuschneiden.

Muster für ein sehr gutes Arbeitszeugnis

Ein Muster für ein sehr gutes qualifiziertes Arbeitszeugnis enthält durchgehend Superlative und verstärkende Wörter wie "stets", "außerordentlich", "hervorragend" und "höchste". Die Gesamtbewertung lautet "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit". Die Schlussformel enthält ausdrückliches Bedauern, herzlichen Dank und beste Wünsche für die Zukunft.

Muster für ein gutes Arbeitszeugnis

Ein gutes Arbeitszeugnis verwendet positive Formulierungen ohne die verstärkenden Superlative. Typische Bewertungen sind "zu unserer vollsten Zufriedenheit" oder "stets zu unserer vollen Zufriedenheit". Die Formulierungen sind durchgehend positiv, aber ohne die überschwänglichen Verstärkungen des sehr guten Zeugnisses.

Weitere Informationen zu Arbeitszeugnis-Formulierungen und deren Bedeutung finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeberartikel.

Besonderheiten bei verschiedenen Zeugnisarten

Je nach Art des Beschäftigungsverhältnisses und der Position des Mitarbeiters können besondere Anforderungen an das Arbeitszeugnis gelten.

Zwischenzeugnis erstellen

Ein Zwischenzeugnis wird während des laufenden Arbeitsverhältnisses ausgestellt, beispielsweise bei einem Vorgesetztenwechsel oder auf Wunsch des Mitarbeiters. Es ist im Präsens formuliert und enthält keine Schlussformel mit Bedauern über das Ausscheiden. Stattdessen endet es mit einer Formulierung wie "Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit."

Zeugnis für Führungskräfte

Bei Arbeitszeugnissen für Führungskräfte müssen zusätzlich die Führungskompetenzen bewertet werden. Dazu gehören die Fähigkeit zur Mitarbeitermotivation, der Führungsstil, die Personalentwicklung sowie die Delegation von Aufgaben. Auch Angaben zur Größe des geführten Teams und zum verantworteten Budget sind wichtig.

Zeugnis für Praktikanten und Auszubildende

Bei Praktikumszeugnissen und Ausbildungszeugnissen steht der Lernfortschritt im Vordergrund. Die Tätigkeitsbeschreibung sollte die durchlaufenen Abteilungen und erworbenen Kenntnisse aufführen. Die Leistungsbeurteilung berücksichtigt den Ausbildungsstand und bewertet Lernbereitschaft und Entwicklungspotenzial.

Zusammenfassung

Ein professionelles Arbeitszeugnis zu erstellen erfordert Sorgfalt, Fachwissen und die Beachtung zahlreicher formaler und inhaltlicher Anforderungen. Der korrekte Aufbau mit allen sechs Pflichtbestandteilen, die Verwendung der richtigen Zeugnissprache und das Vermeiden typischer Fehler sind entscheidend für ein rechtssicheres und aussagekräftiges Dokument.

Ob Sie als Arbeitgeber ein Zeugnis für einen Mitarbeiter verfassen oder als Arbeitnehmer einen eigenen Entwurf erstellen: Mit der richtigen Vorbereitung, passenden Formulierungen und einer sorgfältigen Qualitätskontrolle gelingt die Erstellung eines überzeugenden Arbeitszeugnisses. Digitale Tools wie der Zeugnisgenerator von ProofDocs.de können den Prozess erheblich erleichtern und gewährleisten, dass alle rechtlichen Anforderungen erfüllt werden.

Arbeitszeugnis-Services

Arbeitszeugnis analysieren, verbessern oder neu erstellen lassen.

Arbeitszeugnisse enthalten versteckte Codes und Bewertungen, die Personaler sofort erkennen – Sie aber nicht. Unsere KI entschlüsselt diese Geheimsprache, bewertet jeden einzelnen Satz und zeigt Ihnen konkret, wie Ihr Zeugnis wirklich klingt. Zusätzlich erhalten Sie optimierte Formulierungen oder erstellen direkt ein komplett neues, professionelles Zeugnis.

  • Analyse: Versteckte Bedeutungen und Bewertungen erkennen.

  • Verbesserung: Optimierte Formulierungen für bessere Noten.

  • Erstellung: Neues, professionelles Arbeitszeugnis generieren.

  • Für Arbeitszeugnisse, Zwischenzeugnisse und Praktikumszeugnisse.

100% Geld-zurück-Garantie Einmalzahlung, keine Folgekosten
Demo: Arbeitszeugnisanalyse – Zeugnis hochladen, Analyse starten, Ergebnis erhalten

Häufig gestellte Fragen

Was muss ein Arbeitszeugnis enthalten?

Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis muss folgende Bestandteile enthalten: Überschrift mit Bezeichnung als Arbeitszeugnis, Einleitung mit persönlichen Daten und Beschäftigungszeitraum, Unternehmensbeschreibung, detaillierte Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung mit Gesamtnote, Verhaltensbeurteilung gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden sowie eine vollständige Schlussformel mit Bedauern, Dank und Zukunftswünschen. Das Zeugnis muss auf Firmenbriefpapier erstellt und handschriftlich unterschrieben werden.

Wer darf ein Arbeitszeugnis erstellen?

Das Arbeitszeugnis wird formal vom Arbeitgeber ausgestellt. In der Praxis übernimmt häufig die Personalabteilung oder der direkte Vorgesetzte die Erstellung. Arbeitnehmer können jedoch einen eigenen Zeugnisentwurf vorlegen, den der Arbeitgeber als Grundlage nutzen kann. Die Unterschrift muss von einer ranghöheren Person erfolgen, die zur Vertretung des Unternehmens berechtigt ist.

Wie lange dauert es, ein Arbeitszeugnis zu erstellen?

Die Erstellung eines Arbeitszeugnisses sollte zeitnah nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen. Gesetzlich gibt es keine feste Frist, jedoch ist eine Ausstellung innerhalb von zwei bis drei Wochen üblich und angemessen. Bei Nutzung eines Zeugnisgenerators oder einer professionellen Vorlage kann ein rechtssicheres Zeugnis bereits in wenigen Minuten erstellt werden.

Was bedeutet "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" im Arbeitszeugnis?

Die Formulierung "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" entspricht der Schulnote sehr gut (Note 1) in der Zeugnissprache. Sie signalisiert, dass der Mitarbeiter durchgehend herausragende Leistungen erbracht hat. Ohne das Wort "stets" wäre es nur eine gute Bewertung (Note 2), und "zur vollen Zufriedenheit" entspricht der Note befriedigend (Note 3).

Kann ich mein Arbeitszeugnis selbst erstellen?

Ja, Arbeitnehmer können einen eigenen Zeugnisentwurf erstellen und dem Arbeitgeber als Vorschlag vorlegen. Viele Arbeitgeber akzeptieren solche Entwürfe, da sie Zeit sparen. Mit einem Zeugnisgenerator wie dem von ProofDocs.de können Sie ein professionelles, rechtssicheres Zeugnis erstellen, das alle formalen und inhaltlichen Anforderungen erfüllt.

Was sind typische Fehler beim Arbeitszeugnis erstellen?

Typische Fehler beim Erstellen eines Arbeitszeugnisses sind: fehlende oder unvollständige Schlussformel, falsche Reihenfolge bei der Verhaltensbeurteilung (Vorgesetzte müssen zuerst genannt werden), versteckte negative Formulierungen wie "war stets bemüht", Rechtschreibfehler, fehlende Tätigkeitsbeschreibung, unpassende Zeugnislänge sowie formale Mängel wie fehlende Unterschrift oder falsches Ausstellungsdatum.

Was kostet es, ein Arbeitszeugnis erstellen zu lassen?

Bei ProofDocs.de können Sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis für 9,99 Euro erstellen lassen. Der Preis beinhaltet alle individuellen Anpassungen und professionelle Formulierungen. Es gibt keine Abonnements oder Folgekosten. Alternativ können Sie auch eine kostenlose Vorlage nutzen, müssen dann aber selbst auf die korrekte Zeugnissprache achten.

Wie erkenne ich ein gutes Arbeitszeugnis?

Ein gutes Arbeitszeugnis erkennen Sie an folgenden Merkmalen: vollständige Struktur mit allen Pflichtbestandteilen, durchgehend positive Formulierungen ohne einschränkende Wörter wie "im Großen und Ganzen" oder "bemüht", korrekte Reihenfolge bei der Verhaltensbeurteilung, vollständige Schlussformel mit Bedauern, Dank und Zukunftswünschen, angemessene Länge (ein bis zwei Seiten) sowie fehlerfreie Rechtschreibung und Grammatik.