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Arbeitszeugnis prüfen lassen: Noten, Codes und bessere Formulierungen

Arbeitszeugnis prüfen lassen, online und ohne Anmeldung: Die Arbeitszeugnisanalyse benotet Leistung, Sozialverhalten und Schlussformel in wenigen Minuten und schlägt für die schwachen Stellen bessere Formulierungen vor.

So läuft es ab

Erfassen Schritt 1

Laden Sie Ihr Dokument hoch, als PDF, Foto oder Word-Datei. Ohne Registrierung und ohne Benutzerkonto – Sie starten sofort.

Auswerten Schritt 2

In wenigen Minuten prüft ProofDocs Ihre Unterlagen Punkt für Punkt nach festen Kriterien und erstellt eine ausführliche Analyse mit allen wichtigen Punkten, die Sie kennen sollten.

Umsetzen Schritt 3

Nutzen Sie Ihre Ergebnisse, um gut informiert die nächsten Schritte zu planen. Ihr Bericht zeigt die Kernergebnisse auf einen Blick.

So funktioniert’s: Zeugnis hochladen → kostenlose Vorschau → vollständige Bewertung mit Verbesserungen für 14,99 € inkl. MwSt. Beispielbericht ansehen

Arbeitszeugnis prüfen lassen – Analyse, Bewertung und Verbesserung

Erlaubte Formate: PDF, JPG, PNG und Word (.docx). Maximale Dateigröße: 10 MB.

Ihre Dateien werden nach der Bearbeitung automatisch gelöscht, der erkannte Text nach den Fristen der Datenschutzerklärung.



  • Vorschau kostenlos, der Preis erst danach
  • Keine Anmeldung, kein Abo
  • Ergebnis in wenigen Minuten
  • 100 % Geld-zurück-Garantie

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Datenschutz

Sofort gelöscht

Dokumente nach Analyse gelöscht

Volle Kontrolle

Berichte jederzeit selbst deaktivierbar

Auto-Löschung

Datenbank wird regelmäßig bereinigt

Begrenzte Aufbewahrung

Sicherungen laufen automatisch aus

Was kostet es, ein Arbeitszeugnis prüfen zu lassen?

Wer sein Arbeitszeugnis prüfen lassen möchte, hat vier Wege: die Fachanwältin oder den Fachanwalt, ein Online-Portal mit Fachleuten, die Gewerkschaft oder eine Analyse online wie die Arbeitszeugnisanalyse von ProofDocs. Die Tabelle zeigt, was jeder Weg kostet und was Sie dafür bekommen.

Weg Kosten Was Sie bekommen
Fachanwältin oder Fachanwalt für Arbeitsrecht Erstberatung für Verbraucher höchstens 190 € netto, also 226,10 € brutto (§ 34 RVG), wenn nichts anderes vereinbart ist Rechtliche Beratung im Einzelfall. Ein Schreiben an den Arbeitgeber oder eine Klage kostet zusätzlich.
Online-Portale mit Fachleuten Festpreis je Zeugnis, je nach Anbieter und Umfang Eine Einschätzung durch eine Fachperson, Bearbeitungszeit je nach Anbieter
Gewerkschaft Im Mitgliedsbeitrag enthalten Rechtsberatung für Mitglieder, je nach Satzung erst nach einer Mindestdauer der Mitgliedschaft
Kostenlose Wege Kostenlos Zeugnis-Decoder für einzelne Sätze, Checklisten und Ratgeber für die eigene Prüfung
ProofDocs Arbeitszeugnisanalyse Vorschau kostenlos, vollständiger Bericht einmalig 14,99 € Jede Formulierung benotet, Noten für Leistung, Sozialverhalten und Schlussformel, Verbesserungsvorschläge und überarbeiteter Gesamttext in wenigen Minuten

Ohne Kosten können Sie mit dem Zeugnis-Decoder einzelne Sätze kostenlos entschlüsseln. Für ein Zwischenzeugnis gilt dasselbe wie für ein Arbeitszeugnis: Sie können ein Zwischenzeugnis prüfen lassen, bevor Sie es zu den Akten legen, und schwache Sätze ändern lassen, solange die Vorgesetzte, die es unterschrieben hat, noch im Haus ist. Wann sich welcher Weg lohnt, vergleicht unser Ratgeber über alle kostenlosen Wege.

Kundenstimmen & Erfahrungen

Analyse

„Mein Arbeitszeugnis klang auf den ersten Blick gut, aber irgendwas hat mich gestört. Nach der Analyse wusste ich endlich warum: versteckte Kritik in zwei Sätzen, die ich nie erkannt hätte. Jetzt weiß ich, worauf ich achten muss.“

JS

Julia S.

Buchhalterin, Köln

Verbesserung

„Super, dass Analyse und Verbesserungsvorschläge direkt dabei sind. Ich hab sofort gesehen, was an meinem Arbeitszeugnis nicht passt und gleich die besseren Formulierungen bekommen. Die konnte ich meinem Chef vorlegen, und er hat sie einfach übernommen.“

RB

Robert B.

Vertriebsleiter, Stuttgart

Erstellung

„Mein Chef hatte keine Zeit, mir ein Arbeitszeugnis zu schreiben, also sollte ich einen Entwurf machen. Mit ProofDocs war das super einfach: Daten eingegeben, und raus kam ein richtig gutes Zeugnis. Chef hat nur noch unterschrieben.“

MK

Michael K.

Projektmanager, Frankfurt

Hinweis zur Echtheit: Wir veröffentlichen nur Kundenstimmen von Personen, die unsere Leistung tatsächlich genutzt haben, und prüfen das vor der Veröffentlichung anhand des jeweiligen Auftrags. Die Namen sind abgekürzt.

Häufig gestellte Fragen

Wo kann ich mein Arbeitszeugnis kostenlos prüfen lassen?

Mit unserem Zeugnis-Decoder können Sie einzelne Sätze kostenlos entschlüsseln. Als Gewerkschaftsmitglied hilft Ihnen die Rechtsberatung Ihrer Gewerkschaft. Bei ProofDocs ist die Vorschau des ganzen Zeugnisses kostenlos: Sie zeigt, wie viele Formulierungen schwächer als „gut“ sind. Einen Überblick über alle kostenlosen Wege gibt unser Ratgeber.

Was kostet es, ein Arbeitszeugnis prüfen zu lassen?

Die vollständige Arbeitszeugnisanalyse kostet einmalig 14,99 € inkl. MwSt., die Vorschau ist kostenlos. Zum Vergleich: Eine anwaltliche Erstberatung kostet Verbraucher ohne besondere Vereinbarung höchstens 190 € netto, also 226,10 € brutto (§ 34 RVG). Für Gewerkschaftsmitglieder ist die Beratung im Beitrag enthalten. Es gibt keine Abonnements oder versteckten Kosten.

Was heißt „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“?

Die Formel steht in der Zeugnissprache für die Note 2 (gut). „Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ bedeutet sehr gut, „zu unserer vollen Zufriedenheit“ ohne „stets“ nur befriedigend und „zu unserer Zufriedenheit“ ausreichend. Weitere Formeln mit ihrer Note zeigt die Tabelle im Zeugnis-Decoder.

Wie oft sollte man sich ein Arbeitszeugnis ausstellen lassen?

Ein Arbeitszeugnis steht Ihnen am Ende jedes Arbeitsverhältnisses zu. Während der Beschäftigung lohnt ein Zwischenzeugnis bei jedem größeren Einschnitt: neue Vorgesetzte, Versetzung, Beförderung, längere Elternzeit oder ein Betriebsübergang. So haben Sie für jede Station einen Beleg. Lassen Sie jedes neue Zeugnis gleich prüfen, solange Sie Änderungen noch zeitnah verlangen können.

Kann ich auch ein Zwischenzeugnis prüfen lassen?

Ja. Ein Zwischenzeugnis wird nach denselben Maßstäben gelesen wie ein Arbeitszeugnis, es ist nur in der Gegenwart formuliert und nennt am Ende den Anlass statt des Beendigungsgrundes. Sie laden es wie ein Arbeitszeugnis hoch: Die Analyse benotet Leistung, Sozialverhalten und Schlussformel und schlägt bessere Formulierungen vor, die Sie noch vor dem endgültigen Zeugnis einbringen können.

Kann ich mein Arbeitszeugnis online prüfen lassen?

Ja, laden Sie Ihr Arbeitszeugnis einfach als PDF, JPG, PNG oder Word-Datei (.docx) hoch. Die Analyse prüft automatisch alle Formulierungen, erkennt versteckte Bewertungen und liefert Ihnen das Ergebnis in wenigen Minuten – rund um die Uhr verfügbar.

Welche Note hat mein Arbeitszeugnis?

Die Analyse bewertet jeden Satz Ihres Zeugnisses und benotet Leistung, Sozialverhalten und Schlussformel jeweils von 1 (sehr gut) bis 4 (ausreichend). Das Ergebnis erhalten Sie in wenigen Minuten nach dem Upload.

Was die Arbeitszeugnisanalyse prüft

Die Arbeitszeugnisanalyse liest jede wertende Aussage Ihres Zeugnisses und ordnet sie nach den in Deutschland üblichen Konventionen der Zeugnissprache einer Note von 1 (sehr gut) bis 4 zu. Grundlage sind feste Bewertungskriterien für drei Bereiche:

Leistungsbeurteilung

fachliche Kompetenz, Arbeitsqualität und Aufgabenerfüllung, einschließlich der Zufriedenheitsformel wie „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“.

Sozialverhalten

das Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden, auch ob eine Gruppe fehlt oder die Reihenfolge vertauscht ist.

Schlussformel

Bedauern über das Ausscheiden, Dank und Wünsche für die Zukunft. Eine fehlende Schlussformel gilt als bewusst negatives Signal.

Dabei achtet die Analyse auf versteckte Signale wie „stets bemüht“, passive Formulierungen und Auslassungen. Für die Aussagen, die schlechter als „sehr gut“ bewertet sind, erhalten Sie Verbesserungsvorschläge, zusätzlich als überarbeiteten Gesamttext, den Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen können.

Kostenlos: die Vorschau

Nach dem Upload sehen Sie ohne Zahlung eine Einordnung Ihres Zeugnisses, die Zahl der bewerteten Formulierungen, wie viele davon schlechter als „gut“ sind, und in der Regel eine Formulierung vollständig als Probe, so wie im freigeschalteten Bericht. Erst wenn Sie alles sehen möchten, zahlen Sie einmalig 14,99 €.

Wann eine Fachanwältin oder ein Fachanwalt besser passt

Die Analyse ist eine technische Einordnung und keine Rechtsberatung. Weigert sich Ihr Arbeitgeber, das Zeugnis zu berichtigen, oder läuft bereits eine Frist aus Ihrem Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag ab, ist anwaltliche Hilfe der richtige nächste Schritt. Für diesen Termin ist der Bericht eine gute Vorbereitung.

Arbeitszeugnis prüfen lassen: worauf es bei der Bewertung ankommt

Ein Arbeitszeugnis liest sich fast immer freundlich. Trotzdem steckt in jedem Satz eine Bewertung, und die erkennt nur, wer die Zeugnissprache kennt. „Zu unserer vollen Zufriedenheit“ klingt nach Lob und steht doch für ein „befriedigend“. Ein fehlendes Wort wie „stets“ kostet eine ganze Notenstufe, und ein Satz, der fehlt, kann mehr sagen als einer, der dasteht. Wer sein Arbeitszeugnis prüfen lassen möchte, will deshalb vor allem eines wissen: Welche Note geben die einzelnen Abschnitte wirklich, und welche Sätze schaden bei der nächsten Bewerbung?

Das Gesetz verlangt ein klares und verständliches Zeugnis ohne versteckte Merkmale. Echte Geheimzeichen sind deshalb selten. Allgegenwärtig ist dagegen die abgestufte Zeugnissprache, die Personalabteilungen seit Jahrzehnten verwenden und die jede erfahrene Personalerin beim ersten Lesen einordnet. Genau diese Einordnung macht die Arbeitszeugnisanalyse für Sie sichtbar.

So verschlüsselt die Zeugnissprache Noten

Den Kern der Leistungsbeurteilung bildet die sogenannte Zufriedenheitsformel. Für das Verhalten gibt es eine ähnliche Abstufung. Die Tabelle zeigt die üblichen Stufen:

Note Leistung (Zufriedenheitsformel) Verhalten
1 (sehr gut) „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ „war stets vorbildlich“
2 (gut) „stets zu unserer vollen Zufriedenheit“ „war vorbildlich“ oder „stets einwandfrei“
3 (befriedigend) „zu unserer vollen Zufriedenheit“ „war einwandfrei“
4 (ausreichend) „zu unserer Zufriedenheit“ „gab keinen Anlass zu Beanstandungen“

Neben diesen Formeln zählen Verstärker wie „stets“, „jederzeit“ oder „außerordentlich“, die Reihenfolge der Personengruppen und die Frage, ob alle wichtigen Punkte überhaupt vorkommen. Werden Kolleginnen und Kollegen vor den Vorgesetzten genannt oder fehlen die Vorgesetzten ganz, lesen viele Personaler das als Hinweis auf Spannungen. Mehr Beispiele finden Sie in unserem Ratgeber zu den Geheimcodes im Arbeitszeugnis.

Was die Arbeitszeugnisanalyse im Einzelnen prüft

Die Analyse liest Ihr Zeugnis Satz für Satz und ordnet jede wertende Formulierung einem der drei Bereiche zu. Für jeden Bereich erhalten Sie ein eigenes Ergebnis. Eine zusammengefasste Note für das ganze Zeugnis bildet sie bewusst nicht, denn ein gutes Leistungsurteil verliert an Wert, wenn Verhalten oder Schlussformel abfallen, und genau diese Unterschiede sollen Sie sehen.

Bereich Was bewertet wird Typische Schwachstelle
Leistung Arbeitsbereitschaft, Fachwissen, Arbeitsweise, Arbeitserfolg, bei Führungskräften die Führungsleistung, dazu die Zufriedenheitsformel Fehlendes „stets“, Fachwissen ohne Anwendung („verfügte über Fachwissen“), Führung ohne Erfolg oder Motivation des Teams
Sozialverhalten Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und, wo es dazugehört, Kunden Falsche Reihenfolge, fehlende Personengruppe, „einwandfrei“ ohne Verstärker
Schlussformel Beendigungsgrund, Dank, Bedauern über das Ausscheiden und gute Wünsche für die Zukunft Kein Bedauern, Dank nur „für die Zusammenarbeit“, Wünsche nur „für die Zukunft“ oder gar keine Schlussformel

Zusätzlich achtet die Analyse auf Formulierungen, die positiv klingen und doch abwerten. Dazu gehören vor allem diese Muster:

  • Bemühen statt Erfolg: „Er war stets bemüht, die Aufgaben zu erledigen“ beschreibt den Versuch, nicht das Ergebnis.

  • Selbstverständlichkeiten als Lob: Wird Pünktlichkeit oder Ordnung besonders hervorgehoben, fehlt oft das eigentlich Wichtige.

  • Doppelte Verneinung: „nicht unerheblich“ oder „nicht ohne Erfolg“ wirken schwächer als eine klare positive Aussage.

  • Einschränkungen: „im Großen und Ganzen“, „im Wesentlichen“ oder „insgesamt“ relativieren die Aussage davor.

  • Beredtes Schweigen: Fehlt bei einer Kassiererin die Ehrlichkeit oder bei einer Führungskraft die Führungsleistung, fällt das auf.

  • Widersprüche: Eine sehr gute Leistung neben einem nur befriedigenden Verhalten wirkt auf Leser unstimmig und wird meist zur schwächeren Stufe hin gelesen.

Auch Aufbau und Form zählen

Nicht nur einzelne Sätze entscheiden über die Wirkung. Ein qualifiziertes Arbeitszeugnis folgt einem festen Aufbau: Einleitung mit Name, Dauer und Position, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungsbeurteilung, Verhaltensbeurteilung und Schlussformel. Fehlt ein Teil oder ist die Tätigkeitsbeschreibung so knapp, dass Ihre wichtigsten Aufgaben nicht vorkommen, verliert das Zeugnis an Aussagekraft. Achten Sie außerdem auf Firmenbriefbogen, Ausstellungsdatum und Unterschrift. Üblich ist das Datum des letzten Arbeitstages, und unterschreiben sollte eine Person, die Ihnen vorgesetzt war. Ein Zeugnis, das erst Wochen nach dem Ausscheiden datiert ist, kann bei Lesern die Frage nach einem Streit aufwerfen. Die Analyse weist auf solche Auffälligkeiten hin, soweit sie aus dem hochgeladenen Dokument erkennbar sind. Ob Sie ein Arbeitszeugnis oder ein Zwischenzeugnis hochladen, spielt dabei keine Rolle: Beide werden nach denselben Maßstäben gelesen, beim Zwischenzeugnis steht lediglich der Anlass statt des Beendigungsgrundes am Ende.

Das Ergebnis zeigt jede Formulierung mit ihrer Einordnung, die auffälligen Stellen im Originalwortlaut und konkrete Verbesserungsvorschläge für die verbesserungswürdigen Formulierungen. Am Ende steht der überarbeitete Text des ganzen Zeugnisses, den Sie Ihrem Arbeitgeber als Vorschlag vorlegen können. Die Bewertung läuft automatisiert nach Kriterien, die ProofDocs vorgibt. In der kostenlosen Vorschau sehen Sie, wie viele Formulierungen schwächer als „gut“ sind, die vollständige Auswertung kostet einmalig 14,99 €, ohne Konto und ohne Abo. Die hochgeladene Datei wird nach der Verarbeitung gelöscht.

Zwischenzeugnis prüfen lassen

Ein Zwischenzeugnis entsteht, während Sie noch im Unternehmen arbeiten, etwa beim Wechsel der Vorgesetzten, vor einer Versetzung oder vor einer längeren Elternzeit. Es ist in der Gegenwart formuliert und endet meist mit dem Anlass und dem Wunsch nach weiterer guter Zusammenarbeit statt mit dem Bedauern über ein Ausscheiden. Wer ein Zwischenzeugnis prüfen lassen möchte, hat einen Vorteil: Schwache Sätze lassen sich jetzt noch leicht ändern, und an ein Zwischenzeugnis ist der Arbeitgeber beim späteren Arbeitszeugnis in der Regel gebunden, solange sich Ihre Leistung danach nicht verändert hat. Die Arbeitszeugnisanalyse liest beide Zeugnisarten nach denselben Maßstäben. Einzelne Formulierungen können Sie vorab mit dem Zeugnis-Decoder kostenlos nachschlagen.

Beispiel: ein freundliches Zeugnis mit zwei Schwachstellen

Julia Becker war sechs Jahre Projektingenieurin bei einem mittelständischen Maschinenbauer und hat selbst gekündigt, weil sie in eine andere Stadt zieht. Ihr Arbeitszeugnis wirkt auf den ersten Blick wohlwollend. Drei Sätze tragen die Bewertung:

  • „Frau Becker erledigte die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.“

  • „Ihr Verhalten gegenüber Kollegen und Vorgesetzten war einwandfrei.“

  • „Frau Becker verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute.“

Die Analyse ordnet die Leistung als „gut“ ein. Das Sozialverhalten liegt nur bei „befriedigend“: Es fehlt ein Verstärker, und die Kollegen stehen vor den Vorgesetzten. Die Schlussformel ist deutlich schwächer als die Leistung, weil Dank und Bedauern fehlen. Ein künftiger Arbeitgeber liest daraus leicht, dass man sie ohne großes Bedauern gehen ließ.

Frau Becker erhält zwei Verbesserungsvorschläge: „Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Kunden war stets vorbildlich.“ und „Wir bedauern ihr Ausscheiden, danken ihr für die gute Zusammenarbeit und wünschen ihr für ihre berufliche und private Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“ Damit bittet sie ihre frühere Vorgesetzte um eine Berichtigung und legt die abgenommenen Projekte als Beleg bei. Wie Sie dabei vorgehen, erklärt unser Ratgeber zum schlechten Arbeitszeugnis.

Die Rechtslage in Kürze

Den Anspruch auf ein Zeugnis regelt § 109 GewO. Bei Ende des Arbeitsverhältnisses steht Ihnen ein schriftliches Zeugnis zu, auf Verlangen ein qualifiziertes, das sich auch auf Leistung und Verhalten erstreckt. Es muss klar und verständlich formuliert sein und darf keine Merkmale oder Formulierungen enthalten, die eine andere Aussage treffen sollen, als aus Wortlaut und Form ersichtlich ist. Die elektronische Form ist seit dem 1. Januar 2025 nur mit Ihrer Einwilligung erlaubt. Nach der Rechtsprechung muss ein Zeugnis zugleich wahr und wohlwollend sein.

Für ein Zwischenzeugnis gibt es keine ausdrückliche gesetzliche Grundlage. Ein Anspruch besteht aber, wenn Sie einen triftigen Grund haben, etwa einen Wechsel der Vorgesetzten, eine Versetzung oder eine längere Elternzeit. Viele Tarifverträge regeln ihn ausdrücklich. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber zum Zwischenzeugnis.

Wichtig für jede Auseinandersetzung ist die Beweislast. Die Note „befriedigend“ gilt als Mitte. Wollen Sie eine bessere Bewertung, müssen Sie Ihre Leistung darlegen und belegen. Bewertet der Arbeitgeber schlechter als „befriedigend“, muss er die Gründe dafür darlegen (BAG, Urteil vom 18.11.2014 – 9 AZR 584/13). Auf Dank, Bedauern und gute Wünsche in der Schlussformel besteht nach der Rechtsprechung kein Rechtsanspruch, viele Arbeitgeber ergänzen sie auf eine höfliche Bitte hin aber trotzdem.

Beachten Sie Fristen: Ausschlussfristen im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag können auch den Anspruch auf Berichtigung erfassen. Wer ein Zeugnis über Monate unwidersprochen hinnimmt, riskiert außerdem, dass der Anspruch verwirkt. Lassen Sie Ihr Arbeitszeugnis prüfen, sobald Sie es in der Hand haben.

Wann eine Anwältin oder ein Anwalt die bessere Wahl ist

ProofDocs erteilt keine Rechtsberatung. Die Analyse zeigt Ihnen, wie Ihr Zeugnis zu lesen ist und welche Sätze Sie ändern lassen sollten. Weigert sich Ihr Arbeitgeber, das Zeugnis zu berichtigen, läuft eine Ausschlussfrist ab oder ist das Zeugnis Teil eines Kündigungsschutzverfahrens oder Vergleichs, gehört der Fall in die Hände einer Fachanwältin oder eines Fachanwalts für Arbeitsrecht. Eine Rechtsschutzversicherung oder die Gewerkschaft übernimmt die Kosten dafür häufig.

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